Trelleborg übernimmt den Luftfahrt-Thermoplastspezialisten Tri-Mack
Die Dichtungssparte des schwedischen Trelleborg-Konzerns hat sich auf den Kauf des US-Unternehmens Tri-Mack geeinigt, das thermoplastische Verbundwerkstoffe verarbeitet, spritzgießt und Werkzeuge baut; der Umsatz 2025 lag bei rund 300 Millionen schwedischen Kronen.

Trelleborg Sealing Solutions, Teil des schwedischen Trelleborg-Konzerns, hat sich auf die Übernahme von Tri-Mack Plastics Manufacturing aus Bristol (Rhode Island, USA) geeinigt. Tri-Mack wird dem Luftfahrtgeschäft zugeordnet.
Zu den Fertigungskompetenzen von Tri-Mack gehören automatisierte Verarbeitung thermoplastischer Verbundwerkstoffe, Spritzgießen, Werkzeugbau, Mehrachsbearbeitung, Kleben und Montage. Neben der Luftfahrt fertigt das Unternehmen Komponenten für Halbleiteranlagen und Industriegasturbinen. Der Umsatz 2025 betrug rund 300 Millionen schwedische Kronen.
Der Kaufpreis wurde nicht genannt; der Abschluss wird im ersten Quartal 2027 erwartet. Trelleborg hatte zuvor bereits Aero-Plastics und Magee Plastics übernommen, um sein Angebot an Hochleistungsthermoplasten für die Luftfahrt auszubauen.
Was bedeutet das für Spritzgießer?
In der Luftfahrt ersetzen Hochleistungsthermoplaste wie PEEK und PEI sowie Verbundwerkstoffe Metallteile, und große Konzerne kaufen diese Kompetenz zügig zu. Hohe Werkzeugtemperaturen, konsequente Trocknung und Rückverfolgbarkeit sind bei diesen Werkstoffen Standard; wer in diesen Bereich einsteigen will, investiert vor allem in Werkzeugtemperierung und Qualitätssysteme, weniger in die Maschine selbst.
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