Volkswagen-Produktion in der Türkei wieder im Gespräch: Doğuş Otomotiv unterzeichnet Absichtserklärung
Doğuş Otomotiv hat mit Gesellschaften des Volkswagen-Konzerns eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die Fertigung von Pkw der Marke Volkswagen in der Türkei zu prüfen; Investitionsvolumen und Zeitplan wurden nicht genannt.

In einer Mitteilung an die türkische Veröffentlichungsplattform KAP gab Doğuş Otomotiv am 30. Oktober bekannt, eine Absichtserklärung mit Gesellschaften des Volkswagen-Konzerns unterzeichnet zu haben. Demnach soll geprüft werden, ob Pkw der Marke Volkswagen in der Türkei produziert werden können. Investitionsvolumen, Standort und Zeitplan wurden nicht veröffentlicht.
Es ist nicht das erste Mal: 2019 war in Manisa ein Werk für rund 1 Milliarde Euro mit einer Jahreskapazität von 300.000 Fahrzeugen geplant, eine Gesellschaft war bereits gegründet. 2020 wurde das Projekt mit Verweis auf die weltweite Nachfrage und die Pandemie-Unsicherheit gestoppt.
Laut der Zeitung Dünya wartet die Türkei weiterhin auf ein großes neues Automobilwerk auf der grünen Wiese – gebaut wurde bisher keines. Bei der BYD-Investition in Manisa wurde das Förderverfahren Anfang 2026 ausgesetzt, weil die erwarteten Fortschritte ausblieben; auch die Machbarkeitsprüfung von Chery führte noch zu keiner konkreten Produktionsentscheidung. In deutschen und österreichischen Medien werden für Volkswagen auch kapitalärmere Montageoptionen diskutiert; offizielle Aussagen dazu gibt es nicht.
Was bedeutet das für Spritzgießer?
Ein neues Pkw-Programm schafft Bedarf an lokal gefertigten großen Kunststoffteilen, die Maschinen mit hoher Schließkraft erfordern – Innenverkleidungen, Türverkleidungen, Stoßfänger, Konsolen. Derzeit liegt jedoch nur eine Absichtserklärung vor; Kapazitätsinvestitionen zu planen, bevor Entscheidung, Modell und Lokalisierungsquote feststehen, wäre verfrüht. Zulieferer sollten die nächsten KAP-Mitteilungen von Doğuş verfolgen.
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