Türkisches Pfandsystem (DOA) seit 1. Juli 2026: Kunststoff-, Glas- und Aluminium-Getränkeverpackungen erfasst
Das vom Umweltministerium und der türkischen Umweltagentur (TÜÇA) koordinierte System zahlt 1 Lira je zurückgegebener Pfandverpackung; Branchenvertreter erwarten einen direkten Beitrag von mindestens 30 Milliarden Lira pro Jahr.

Das System Verpackungen mit Pfand (DOA) gilt seit dem 1. Juli 2026 landesweit. Es wird vom Ministerium für Umwelt, Stadtplanung und Klimawandel und der türkischen Umweltagentur (TÜÇA) koordiniert und erfasst Getränkeverpackungen aus Kunststoff, Glas und Aluminium. Wer Pfandverpackungen zurückgibt, erhält einen Anreiz von 1 Lira.
Laut Şener Gençer, Vorsitzender von EGEPLASDER und stellvertretender Vorsitzender von PLASFED, trägt das System zur Trennung an der Quelle und zu Recyclingzielen bei und stützt die heimische Recyclingbranche, indem es Kunststoffabfall-Importe verringert. Gençer sagte, in der Türkei fielen jährlich mehr als 20 Milliarden Kunststoff-Getränkeflaschen als Abfall an. Branchenvertreter erwarten einen direkten Beitrag von mindestens 30 Milliarden Lira pro Jahr zur Volkswirtschaft; diese Zahl ist eine Schätzung der Branche.
Der Bericht nennt keine Einzelheiten zu Herstellerpflichten, Produktumfang oder Funktionsweise der Rückgabestellen. Auch die ÇEVKO-Stiftung hat eine Bewertung zu Umfang und Pflichten veröffentlicht; für genaue Pflichten sind die aktuellen Texte des Ministeriums und der TÜÇA heranzuziehen.
Was bedeutet das für Spritzgießer?
Für Hersteller von Getränkeflaschen und Verschlüssen kann das Pfandsystem die Verfügbarkeit von Rezyklat verbessern, weil mehr sortenreines, sauberes PET anfällt. Verschlusshersteller sollten auf Änderungen des Verpackungsdesigns ihrer Kunden (Logos, Kennzeichnung, unverlierbare Verschlüsse u. ä.) vorbereitet sein; genaue Anforderungen bitte direkt beim Kunden und in den Vorschriften prüfen.
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